Auftakt

Die gestern bei der Eröffnungssitzung verabschiedete politische Erklärung war schon im Voraus erarbeitet worden – wie wir hörten offenbar in einem durchaus schwierigen Verhandlungsprozess. Und das obwohl sie wie üblich für solche Resolutionen sehr allgemein gehalten ist. Angesichts des Stands der verschiedenen nationalen Gleichstellungspolitiken allerdings auch keine Überraschung: In einigen Ländern ist ein Rollback zu verzeichnen, in anderen von vorne herein noch keine adäquate Geschlechtergerechtigkeit. Und was ist zu erwarten, wenn der Vatikan eine beratende Stimme in den Verhandlungen um sexuelle und reproduktive Rechte hat?

Nach einleitenden Statements von Ban Ki-Moon und anderen, die sich alle mit der Umsetzung, Hindernisse und Chancen der Peking Aktionsplattform und der vorliegenden Resolution beschäftigt haben, kamen die Vertreter_innen der Länder zu Wort. Für Deutschland sprach Ministerin Schwesig (zur Rede). Eine gute, zugespitzte Rede zum Kampf gegen Gewalt und für umfassende Gleichstellung. Sie schloss mit dem Gedanken: „Frauen können alles, wenn man sie lässt“.

Die meisten Reden waren leider sehr heruntergeleiert. Die Frauenrechtskommission ist eben doch eine Regierungskonferenz an der die Zivilgesellschaft zwar teilnimmt und keine NGO-Konferenz in der Frauen selbstermächtigt miteinander diskutieren!


Pünktlich zur Eröffnung – mit Cornelia Biethahn (Ausschusssekretariat) und Jörn Wunderlich.


In der Generalversammlung.

Mehr Informationen zur Eröffnungsveranstaltung über die Seite von UN Women Deutschland.